KNORPELTHERAPIE

Knorpelschutz und Kräftigung
durch Hyaluronat-Gelenksinjektionen, führt zu lang anhaltender Verbesserung bei leichter und mittelgradiger Gelenksabnützung.
Hyaluronsäure ist ein Bestandteil der sogenannten Glykosaminoklykane, die im menschlichen und tierischen Gewebe und auch in der Gelenksflüssigkeit vorkommen. Sie verbessern die Gleitfähigkeit und Ernährung des Knorpels im Gelenk. Diese Substanzen werden im Labor erzeugt und in das Gelenk 3-5x in einem Abstand von ca. einer Woche injiziert. Studien haben gezeigt, dass bei Patienten mit Arthrosebeschwerden ein positiver Effekt über viele Monate erzielt werden kann.
Diese Knorpel-Kur ermöglicht die reibungslose Bewegung des Gelenks, der Schmerz wird gelindert und der Bewegungsumfang steigt wieder.

Medikamente wie Condoitinsulfat und D-Glucosaminsulfat können auch in Tablettenform als 3-monatige Kur eingenommen werden. Wir beraten sie gerne.

KNORPELCHIRURGIE

Mit den hier beschriebenen Methoden können nur lokalisierte Knorpelschäden behandelt werden, nicht jedoch durch Arthrose (ausgedehnte Knorpelschäden) veränderte Gelenke.
Am häufigsten werden diese Verfahren neben dem Kniegelenk und Sprunggelenk, an der Hüfte, Schulter und am Ellenbogen angewandt. Achsfehlstellungen oder Bandverletzungen müssen vor oder gleichzeitig mit dem jedem Knorpeleingriff operativ versorgt werden.

Möglichkeiten der Therapie:
Knorpelzylindertransplantation (Mosaikplastik)
Es werden ein oder mehrere Knorpel- Knochen Zylinder aus einer nichtbelasteten Region des Kniegelenkes an den Ort der Schädigung verpflanzt. Dies kann innerhalb des Kniegelenkes oder auch vom Knie z.B. zum Sprunggelenk erfolgen.
Zellzüchtung
Nach der Entnahme (Arthroskopie) von gesundem Knorpel wird dieser im Labor gezüchtet und nach etwa 4-7 Wochen ins Gelenk wieder eingesetzt.
Anbohrung oder Mirkofrakturierung
Verletzte Knorpelareale werden vom geschädigten Knorpelgewebe befreit und aus dem darunterliegenden Knochen durch Einblutung eine Knorpelnarbe zur Ausbildung gebracht.

Nachbehandlung
Man muss bis zu sechs Wochen mit Krücken teilbelastend gehen, zwischenzeitlich kann mit Bewegungstraining und Muskelaufbau begonnen werden. Rückkehr zum Sport nach ca. 6 bis 8 Monaten.

ARTHROSKOPIE ODER ENDOSKOPISCHE GELENKSCHIRURGIE

(Schlüssellochchirurgie)
Bei der endoskopische Gelenkschirurgie wird über 2- oder mehrere kleine Hautschnitte (4-5mm) mit einer Mini-Kamera in ein Gelenk eingegangen. Somit kann man das Gelenk (und auch sonstige “Hohlräume”) genau “von innen” inspizieren und Schäden feststellen.
Über weitere Hautschnitte kann dann mit speziellen chirurgischen Geräten unter Sicht ein Schaden behoben oder zumindest minimiert werden . Die Arthroskopie stellt die Therapie der Wahl bei Meniskuseinrissen, Knorpelschäden, Kreuzband- Problemen oder bei einer chronischen Schwellung der Gelenksinnenhaut dar.
Zusätzlich können auch viele Probleme an anderen Gelenken arthroskopisch behandelt werden, wie etwa am
Schultergelenk (Entfernung des schmerzhaften Schleimbeutels, Knochenbegradigungen, Behandlung der Schulter-Eck-Gelenks-Arthrose, Rotatorenmanschettenrisse, Schultergelenksinstabilitäten)

Ellbogen (Knorpelveränderungen, Bewegungseinschränkungen, rheumatische Veränderungen)“A§

Sprunggelenk (Knorpelbehandlung, Bewegungseinschränkung, Rheuma, usw.)

Hüfte (Knorpelglättungen, Knochenabtragungen, Labrumfixationen, rheumatische Gelenksinnenhautentfernung, Gelenkkörperentfernung

Handgelenk (Discusschäden, Bandverletzungen, Knorpelglättungen)

Der große Vorteil der endoskopischen Chirurgie ist, dass bei diesem nur sehr kleinen Zugang zum Gelenk die dazwischen liegenden Strukturen (Haut, Muskeln, Bänder…. ) nur minimal geschädigt werden. Daraus resultieren weniger postoperative Schmerzen, weniger Bewegungseinschränkung,
sowie schnellere Rehabilitation.
Die Arthroskopie des Kniegelenkes ist nun schon seit vielen Jahren operativer Standard bei der Versorgung von Meniskusrissen oder bei sekundärem Kreuzbandersatz. Auch in vielen Bereichen der Schulterchirurgie hat sich die Arthroskopie mittlerweile erfolgreich durchgesetzt.